A Travellerspoint blog

Tag 14

Auf nach Vic Falls

Jetzt trennten sich unsere Wege. Von einigen der Gruppe mussten wir uns verabschieden, da sie das Anschlussprogramm nicht dazu gebucht hatten. Wir wollten uns noch eine der Hauptattraktionen Afrikas, die durch den Sambesi Fluss gebildet wird, ansehen und dorthin sind wir unterwegs.

Heute hatten wir Zeit, etwas länger zu schlafen. Wir hatten uns mit den anderen verabredet, dass wir uns zwischen halb acht acht zum Frühstück treffen wollten. Hoffentlich dauert es mit dem Buffet am Morgen nicht so lange wie mit dem Buffet am Abend. Danach mussten wir unsere Koffer noch ein wenig umpacken. Bis 11 Uhr konnten wir die Zimmer haben. Danach stand uns ein Tageszimmer zur Verfügung, wo wir uns vor dem Abflug noch duschen und umziehen konnten.

Wir beschlossen noch eine Runde im Pool zu schwimmen und uns danach noch im gegenüberliegenden geologischen Museum umzusehen. Um 14:00 Uhr brachten uns Gert und Gaby zum Flughafen. Um 17:10 Uhr startete unser Flug nach Victoria, wo wir um 18:45 Uhr landeten. Dort wurden wir von unserem neuen englischsprachigen Reiseleiter in Empfang genommen und ins Hotel gebracht.

Da hatten wir etwas Zeit, Erkundigungen über den Sambesi einzuholen. Der viertlängste Fluss Afrikas entspringt an der Grenze zwischen Sambia und der Demokratischen Republik Kongo und durchfließt auf seinem 2.600 km langen Weg zum Indischen Ozean Sambia, Angola und Mosambik, ist die Grenze zwischen Sambia und Namibia, sowie zwischen Simbabwe und Sambia. Oberhalb der Victoria Fälle, wo der Chobe in den Sambesi mündet, ist der Fluss etwa 2 km breit. In diesem Bereich liegen auf engstem Raum 3 Nationalparks: der Chobe Nationalpark in Botswana, der Mosi oa Tunya Nationalpark in Sambia und der Sambesi Nationalpark in Simbabwe. Unterhalb der etwa 120 m hohen Wasserfälle pressen sich die tosenden Wassermassen durch eine Unmenge von engen Schluchten bevor sie im knapp 230 km langen und 40 km breiten Kariba Stausee eine kurze Ruhepause finden. Dieser Stausee ist der größte je von Menschenhand geschaffene See der Welt. In einem großen Delta mündet der Sambesi in Mosambik in den Indischen Ozean.

Nach unserer Landung in Victoria Falls Simbabwe wurden wir von unserem englischsprachigen Reiseleiter erwartet und zum Bus gebracht. Auf dem Weg ins Hotel konnten wir etwas über das Land erfahren. Der Name Simbabwe stammt aus der Sprache der hier ansässigen Shona und bedeutet übersetzt so viel wie Steinhäuser. Das ehemalige Südrhodesien ist ein Binnenstaat und ist flächenmäßig etwa so groß wie Deutschland und Belgien zusammen. Nachdem der über 90-jährige Mugabe nicht von seinem Amt zurücktreten wollte, übernahm am 15. November 2017 das Militär die Kontrolle über das Land. 2018 fanden dann Wahlen statt. Vermutlich ist Simbabwe auch der Weltrekordhalter was Geldentwertung betrifft. 2009 wurde eine Banknote mit 100 Billionen Simbabwe-Dollar in Umlauf gebracht. Sie besaß umgerechnet ungefähr einen Wert von 2,86 US $. Seit 2015 ist die Übergangswährung der US $. So hatte ich auch einige in der Brieftasche.

Wir erreichten das Hotel um gleich wieder los zu starten, um einen der absoluten Höhepunkte unserer Reise zu besichtigen. Schon vom Flugzeug aus konnte man aus 50 km Entfernung den aufsteigenden Wasser-Sprühnebel der Fälle bereits sehen, wenn man auf der richtigen Seite saß. In der Sprache der Einheimischen heißen die Viktoriafälle „Mosi-oa-Tunya“ was so viel bedeutet wie „donnernder Rauch“. 1855 war der schottische Missionar und Afrikaforscher David Livingstone der erste Europäer, der die Wasserfälle zu Gesicht bekam. Völlig beeindruckt von der überwältigenden Breite der Fälle benannte er sie nach der damalig regierenden Königin von England Victoria. Das UNESCO Weltnaturerbe ist mit einer Breite vom 1.708 m der breiteste durchgehende Wasserfall der Welt.

Die Wasserfälle bilden die Grenze zwischen Sambia und Simbabwe. Die beiden Städte Livingstone und Victoria Falls sind durch eine Straßen- und Eisenbahnbrücke verbunden, die über eine 100 m tiefe Schlucht führt. Das Wasser des Sambesi stürzt hier mit solcher Wucht über die Kante der 120 m senkrechten Felswand, um dann eine Sprühfontäne von etwa 300 m Höhe zu erreichen. Zum Ende der Regenzeit im Feber und März schießen die größten Wassermassen die Fälle hinunter. Nach der Trockenzeit geht das Wasservolumen bis auf ein Hundertstel zurück.

Wir sind schon gespannt darauf, was uns hier erwartet.

Posted by FEgoesNAMIBIA 16:56 Archived in Zimbabwe

Email this entryFacebookStumbleUpon

Table of contents

Be the first to comment on this entry.

This blog requires you to be a logged in member of Travellerspoint to place comments.

Login